Laura Bruce - Galerie

Sven Drühl

Valerie Favre - Galerie

Shannon Finnley - Galerie

Katinka Pilscheur - Galerie

Moritz Schleime - Galerie

André Tempel - Galerie

Clemens Wilhelm
ICH GLAUBE ICH BIN KRANK

HDV, 9:16, 24’28’’, ohne Ton, Espace Artcore, Maison Molière, Paris, 2009

„Je crois que je suis malade“ wurde für die Ausstellung „wasistdas“ konzipiert. Diese fand in der Pariser Wohnung statt, in der der französische Dramatiker und Schauspieler Molière lebte. Er verstarb dort im Jahre 1673 nach der dritten Aufführung seines letzten Theaterstücks – des „Eingebildeten Kranken“ – , einer Komödie über Hypochondrie, Gesundheitswahn, Arztgläubigkeit und öffentliche Inszenierung von Krankheit und Ego. Diese auch heute noch aktuellen Themen waren in Verbindung mit diesem speziellen Ort der thematische Hintergrund für Clemens Wilhelms Performance.

Während der Vernissage betraten die Besucher der Ausstellung einzeln einen weißen Raum, der durch Krankenhausvorhänge abgetrennt war. In diesem Raum befanden sich nur ein Stuhl und eine Kamera. Die Besucher wurden vor dem Betreten des Raums aufgefordert, vor der Kamera Platz zu nehmen und den Satz „Je crois que je suis malade“ (Ich glaube, ich bin krank) zu sprechen. Für alle anderen Besucher, sowie für Clemens Wilhelm selbst, war verborgen, was sich hinter den Vorhängen in diesem Raum abspielte.
Das bei dieser Performance entstandene Video wird als lebensgroße Installation präsentiert. Es hat keinen Ton, was die Aufmerksamkeit des Betrachters auf Körpersprache und Ausdruck der „Kranken“ lenkt und die Theatralik und Künstlichkeit der Auftritte steigert. Der Satz „Je crois que je suis malade“ läuft als Untertitel unterhalb des Videos auf einem roten LED-Laufband, das an Krankenhäuser erinnert. Die Auftrittsserie der rund 90 „Kranken“ konfrontiert den Betrachter des Videos mit einer eigenartigen Gegenüberstellung, die wie eine skurrile Arzt- oder Psychologensprechstunde wirkt.

Das vollständige Video finden Sie unter: http://vimeo.com/26944265

Thomas Rentmeister - Galerie

Nadine Wölk - Galerie